Mit Verwunderung musste der für den öffentlichen Verkehr zuständige Stadtrat Gerhard Kroiß feststellen, dass Bürgermeister Dr. Peter Koits ohne Einbindung des Verkehrsausschusses oder des zuständigen Referenten ein Konzept für die Fahrplanerweiterung des Linienbusses in Auftrag gab.
Hinter dem Rücken des Verkehrsreferenten und ohne die Beratungen abzuwarten wurde die Presse beglückt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass bereits im Jahre 2006 von den Welser Freiheitlichen ein diesbezüglicher Antrag eingebracht wurde und dieser wortlos von der Welser SP und VP abgelehnt wurde.
Nun siehe da, 5 Jahre später hört auch Bürgermeister Dr. Peter Koits die Wünsche der Bevölkerung und will die Fahrplanerweiterung realisieren. Unverständlich ist jedoch die Vorgangsweise. Ein Konzept, ohne den zuständigen Referenten zu informieren, entspricht nicht der viel zitierten gewünschten politischen Zusammenarbeit und lässt die Ernsthaftigkeit der Arbeit des Herrn Bürgermeisters vermissen. Denn sein eigenes Zitat „Jeder Gemeinderat und Stadtrat sollte wissen, dass überlegt werden muss, bevor man etwas fordert .....“ sollte natürlich auch für den 1. Mann der Stadt Wels gelten.
Es wäre ehrlicher gewesen vorher mit dem zuständigen Referenten zu sprechen, weil dann wäre Bürgermeister Dr. Peter Koits aus erster Hand informiert worden, dass im Zusammenhang mit der Eröffnung des WELIOS und der Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz auch eine Fahrplanerweiterung überprüft wird.
So sehr die Abendausweitung begrüßenswert ist, sollte diese aber im Zusammenhang mit der Anbindung des öffentlichen Verkehrs an das WELIOS gesehen werden. Weil eines ist klar: Fahrplanerweiterung und Busanbindung WELIOS mit einem ev. Sonn- und Feiertagsbus kosten dem Steuerzahler mehr als die proklamierten € 60.000,-!
Die Bevölkerung wird sich fragen, wo in Zeiten des Sparens plötzlich der Geldsegen herkommt bzw. wo dafür eingespart, wer wegrationalisiert oder welches Projekt gekürzt wird.
FPÖ-Wels, am 29.07.2010
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