ISZ muss erhalten bleiben

In der Stadt Wels besteht seit nunmehr 20 Jahren das Integrative Schulzentrum Dr.-Schärf-Schule (ISZ Wels-Stadt). Seit dem Schuljahr 2002/03 werden dort Ganztagsklassen für Kinder mit Beeinträchtigung angeboten. Ein wesentlicher Teil des Konzepts ist dabei, den Kindern mit oftmals schweren Behinderungen und mit einem erhöhten Pflegeaufwand eine gewohnte Umgebung zu bieten und diese gemeinsam mit Kindern ohne Beeinträchtigung zu unterrichten.

Die Schule wurde in den letzten Jahren laufend – auch in Bezug auf ihre Räumlichkeiten und Ausstattung – auf diese geänderten Bedürfnisse angepasst und konnte vor allem durch das Engagement der Direktorin sowie der Lehrer gemeinsam mit den Eltern die Aufbringung erheblicher Drittmittel erreicht werden.

Auch die pädagogische und therapeutische Förderung der anvertrauten Schüler wurde optimiert und wurden die Lehrer auf diese Herausforderungen optimal vorbereitet und eingeschult.

Neben dem Unterricht werden eine Hippo- und Hunde-Therapie, Sprachunterricht und verschiedene Schulprojekte, wie beispielsweise „Zirkus macht Schule“, ein Weihnachtsmusical, Film-, Musik- und Fotoprojekte angeboten. Seit dem Schuljahr 2015/16 wird zusätzlich für die ersten und zweiten Volksschulklassen eine pädagogisch hochwertige Nachmittagsbetreuung bereitgestellt.

Das ISZ hat sich damit weit über die Stadt Wels hinaus einen herausragenden Ruf als pädagogische Einrichtung in dieser beschriebenen Nische erarbeitet und ist aus dem täglichen Schulangebot der Stadt nicht mehr wegzudenken.

Wie sich nun herausgestellt hat, soll dieser Schulversuch, trotz der ausgezeichneten Erfahrungen, welche damit gemacht wurden, eingestellt werden. Bereits ab dem Schuljahr 2018/19 soll es keine erste Klasse mit sonderpädagogischem Angebot für beeinträchtigte Kinder mehr geben.

In der Zwischenzeit wurde sowohl von der FPÖ- und ÖVP-Gemeinderatsfraktion (einlangend um 09:37 Uhr) als auch von der SPÖ-Gemeinderatsfraktion (einlangend um 11:16 Uhr) eine Resolution für den Erhalt des ISZ für die nächste Gemeinderatssitzung am 18. Dezember 2017 eingebracht.

Diese Resolutionen bekräftigen die unbedingte Notwendigkeit dieser Schulform in Wels.

Die Resolutionsadressaten werden ersucht, die Entscheidung über die Einstellung des Schulver-suchs im Integrativen Schulzentrum Dr.-Schärf-Schule nochmals zu überdenken und diesbezüglich in einen Dialog mit der Stadt Wels zu treten, mit dem Ziel, diesen Schulversuch für die betroffenen Kinder und Eltern der Stadt Wels zu erhalten.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Der Erhalt dieser pädagogischen Einrichtung ist für die Stadt Wels von großer Bedeutung. Jeder Versuch von Bundes- oder Landesseite, dieses wichtige Projekt zu beenden, daher strikt abzulehnen.“

Stadträtin Margarete Josseck-Herdt: „Ich habe große Sorge, dass sich die Bildungsregion Wels-Stadt zurückentwickelt.“

 
Textquelle: Stadt Wels



FPÖ-Wels, am 15.12.2017





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