Zahlreiche Projekte lassen Wels erblühen

Passend für die nun beginnende wärmere Jahreszeit haben die Welser Stadtgärtnerei und die Klima- und Umweltschutzbeauftragte zahlreiche Programmpunkte und Projekte vorbereitet.

64.000 Frühjahrsblumen – Wels erblüht

In den vergangenen Wochen haben die Stadtgärtner rund 64.000 Frühlingsblumen in den Gewächshäusern im Zentralen Betriebsgebäude gezogen und anschließend im gesamten Stadtgebiet gesetzt. Aufgrund der relativ milden Witterung wurde mit dem Einpflanzen heuer bereits Ende Februar begonnen. Die häufigsten Sorten, die Wels nun so richtig bunt manchen, sind Tulpen, Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Primeln und Goldlack. Weiters kommen rund 45.000 Sommerblüher (z.B. Begonien, Tagetes, Pelargonien oder Zinnien) und rund 1.000 Herbstblumen (v.a. Chrysanthemen und Heidekraut = „Erika“) zum Einsatz. Zeitpunkte dafür sind ab Mitte Mai nach den „Eisheiligen“ sowie Ende Oktober bis Anfang November.

Ganzjährig kümmern sich die „grünen Daumen von Wels“ um die Pflege und Instandhaltung von zahlreichen Kilometern Hecken und vor allem rund 9.500 Bäumen. Diese leisten einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Kühlung.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Es heißt: Wo Blumen blühen, lächelt die Welt. Wels lächelt auf jeden Fall. Wir setzen aber nicht nur tausende Blumen, sondern wir pflanzen auch 2.500 neue Bäume, schaffen Wildblumenwiesen für die Bienen und räumen die Stadt mithilfe vieler Schüler und Freiwilliger wieder auf.“

Innenstadtreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger: „Tulpen, Märzenbecher, Vergissmeinnicht, Primeln und Stiefmütterchen sind typische Frühlingsblumen und für uns die Botschafter für den Frühling. Die von unserer Stadtgärtnerei mit viel Liebe jedes Jahr neu gestalteten Blumenbeete sind die Visitenkarte unserer Stadt und erfreuen Jung und Alt.“

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl und Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger

„Tag des Baumes“:

Stadt verschenkt 1.000 Bäume an die Bevölkerung

Unter dem Motto „Wir pflanzen Zukunft“ präsentierte die Stadt im September 2020 die Pläne für die Umsetzung des Projektes „Baumstadt Wels“. Dabei soll die Zahl der Bäume im Stadtgebiet in den kommenden Jahren um 2.500 erhöht werden.

Neben 1.000 Bäumen, die im öffentlichen Grünraum gepflanzt werden, verschenkt die Stadt Wels unter dem Motto „Mein erster Baum“ 500 Bäumchen an Neugeborene. Gepflanzt werden kann der Baum entweder im eigenen Garten oder auf einer öffentlichen Grünfläche. Für den ersten Pflanztermin im heurigen Frühjahr wurde dafür die Freizeitanlage Wimpassing ausgewählt. Am Donnerstag, 15. April ab 10:00 Uhr können die Bäume gemeinsam mit den Experten der Stadtgärtnerei dort eingesetzt werden. Die städtischen Mitarbeiter versehen die Bäumchen dann mit einer Infotafel und versorgen sie fachgerecht.

 Darüber hinaus plant die Stadt Wels für Sonntag, 25. April eine große öffentliche Baum-Verteilaktion: Demnach werden am offiziellen „Tag des Baumes“ 1.000 Bäume (Forstware)– unter anderem Hain- und Rotbuchen, Roteichen, Bergahorn und Robinien – an die Welser Bevölkerung verschenkt. Abgeholt werden können die Bäume – unter Einhaltung der zu diesem Zeitpunkt gültigen COVID-19-Schutzmaßnahmen – zwischen 10:00 und 12:00 Uhr beim Messepark im Messegelände (neben dem Eingang zum Welser Tiergarten).

Bei der Neupflanzung von Bäumen legt die Stadt Wels großen Wert auf das Thema Klimabeständigkeit, weshalb nun robuste Arten, wie etwa Rot-Ahorn, Silber-Linde oder Hopfen-Buche zum Einsatz kommen. Der Großteil besteht (noch) aus weniger „klimafitten“ Arten, wie etwa Linde und Birke. Ein Überblick über die im Eigentum der Stadt Wels befindlichen Bäume ist – samt Zusatzinformationen – auf dem digitalen Stadtplan unter https://wels.map2web.eu > Inhaltsverzeichnis > Energie und Umwelt > Baumkataster ersichtlich. Die Liste der Bäume wird von der Stadtgärtnerei laufend ergänzt. Einen Link zum Stadtplan gibt es auch auf www.wels.gv.at auf der Startseite.

Grünanlagen wachsen weiter

Viel tut sich 2021 auch bei den momentan 50 öffentlichen Parks mit einer Gesamtgröße von 590.000 Quadratmetern. Diese Fläche wird sich in den kommenden Jahren um mehr als 19.000 Quadratmeter vermehren. Zudem bekommen viele Grünanlagen im Zuge des 2016 erarbeiteten Masterplans Parkanlagen ein neues Gesicht. Ein Blick auf den Stand zeigt: Momentan hat die Stadtgärtnerei bereits 36 Prozent der Parkanlagen attraktiviert, weitere 18 Prozent befinden sich in Bearbeitung, und 46 Prozent der Projekte werden in den kommenden fünf bis sieben Jahren erledigt. Zu den bisher investierten 1,5 Mio. Euro kommen für die Jahre 2020 und 2021 rund 350.000 Euro, danach rund 150.000 Euro pro Jahr dazu. Zusätzlich stehen fast 800.000 Euro für Neuanlagen zur Verfügung.

Heuer startet die Stadtgärtnerei wie berichtet mit der Attraktivierung des Pollheimerparks. Dabei entsteht nicht nur ein grüner Sichtschutz zur Pollheimerstraße, sondern unter anderem auch ein neues Wegenetz, zwei neue Plätze, ein Brunnen, neue Sitzgelegenheiten und eine neue Beleuchtung. Die Fertigstellung ist für Mitte des heurigen Jahres geplant.

In der Laahen wird heuer auf einem rund 8.400 Quadratmeter großen Grundstück südöstlich der Pfarre analog zu deren Namen der Franziskus-Park neu errichtet. Geplant ist die Schaffung von Wegbereichen, Spielangeboten, eines zentralen Platzes (Ruhezone), eines Pavillons sowie von Sport- und Bewegungsangeboten. Zudem sind umfangreiche Baumpflanzungen vorgesehen.

Der Traunplatz in der Schafwiesen wird bis zum heurigen Sommer fertig errichtet sein. Nach Abschluss aller Arbeiten stehen den Bürgern eine generalüberholte BMX-Anlage, ein überdachter Rastplatz (ideal z.B. für Radfahrer), ein Kleinkinderspielplatz mit Sand- und Wasserelementen und ein Abenteuerspielplatz mit Niederseilgarten im Gehölz- und Böschungsbereich zur Nutzung zur Verfügung.

Das Projekt wird im Rahmen der „Stadtregionalen Strategie – Stadtregion Wels“ umgesetzt und im Förderprogramm (EU-EFRE-Programm) „Investition in Wachstum und Beschäftigung Österreich“ (IWB) im Ausmaß von 100.782 Euro unterstützt.

Neben diesen Neuerrichtungen startet die Stadtgärtnerei heuer unter anderem auch noch mit der Attraktivierung der Parkanlage Am Rosenhag in Lichtenegg.

Bienenfreundliche Stadt

Im Frühling machen sich auch die Bienen verstärkt bemerkbar. Hier setzt Wels einige Aktionen, um den wichtigen und nützlichen Tieren in der Stadt einen Lebensraum zu geben. Aktuell beträgt die Fläche für Wildblumen rund 12.600 Quadratmeter. Dieser Wert soll sich durch eine „Verwildblumung“ öffentlicher Grünflächen bei städtischen Einrichtungen (z.B. in Parkanlagen und Kindergärten), Kreisverkehren o.ä. weiter vergrößern. Auch Privatpersonen können z.B. im Garten „wilde“ Bereiche schaffen und damit Lebensräume für Wildbienen und Insekten schaffen. Diese Flächen sind nicht nur für Bienen, sondern auch andere Insekten und Nützlinge ein wichtiger Lebensraum in der Stadt.

Im städtischen Obstlehrgarten in Wels-Nord gibt es neben seltenen Obstsorten auch ein Bienenhotel der Welser Imker. Mit deren Unterstützung wurden beim Budokan-Sportzentrum, beim ASZ Wels-Nord und beim Energie AG Umweltservice bisher neun Bienenvölker angesiedelt. Drei weitere Stöcke von Bio-Imker Karl Zaunmair stehen seit 2018 auf dem Gelände des Zentralen Betriebsgebäudes. Und im Energiepark (Innenstadt) wurde ein Kastanienbaum als „Bio-Bienenhotel“ erhalten.

Für ein sauberes Wels

Wie berichtet, findet die alljährliche Frühjahrsputzaktion „Sauberes Wels“ corona-bedingt heuer über einen längeren Zeitraum im gesamten Stadtgebiet statt. Um den COVID-19-Sicherheitsmaßnahmen gerecht zu werden, können die Teilnehmer ihre Flurreinigungsaktion noch bis Freitag, 9. Juli gestaffelt durchführen.

Mit dieser Aktion soll bei den jungen Menschen das Bewusstsein für die Umwelt und die Sauberkeit in der Stadt gesteigert und die Stadt von umherliegendem Abfall befreit werden. Arbeitshandschuhe und Abfallsäcke werden den teilnehmenden Schulen zusammen mit näheren Informationen zur Organisation der Aktion zugestellt. Als vitaminreiche Jause erhalten die Schüler Bioäpfel. Darüber hinaus prämiert die Stadt als Anreiz und Anerkennung die drei Schulen mit den meisten Teilnehmern (in Relation zur Schülerzahl) mit jeweils 500 Euro, je 100 Euro erhalten die drei nächstgereihten Schulen.

Neben den Welser Schulen können sich auch Vereine und Privatpersonen – selbstverständlich auch nur unter Einhaltung der gültigen Corona-Bestimmungen – am Frühjahrsputz beteiligen. Interessenten werden gebeten, sich bei Dajana Nadarevic unter Tel. +43 7242 235 9140 oder E-Mail dajana.nadarevic@wels.gv.at zu melden.

Grünschnitt richtig entsorgen

Das Frühjahr ist auch die Zeit des „Gartelns“. Bitte jedoch den Gras- und Strauchschnitt nie in der Natur wegwerfen! Haushaltsübliche Mengen (bis maximal 0,5 Kubikmeter) können kostenlos bei den Grünabfall-Sammelstellen entsorgt werden. Die Standorte sind unter www.wels.gv.at > Lebensbereiche > Energie und Umwelt > Umweltschutz > Abfallberatung > Sammelstellen ersichtlich.

Größere Mengen (zwischen 0,5 und 3 Kubikmeter) bitte direkt in eines der beiden Altstoffsammelzentren (ASZ, Florianiweg 9 oder Mitterhoferstraße 100) bringen. Mengen von mehr als 3 Kubikmetern (weil vielleicht eine ganze Hecke erneuert werden muss) gehören ausschließlich in die Kompostierungsanlage des Energie AG Umweltservice (ebenfalls Mitterhoferstraße 100).

Infos rund um den Grünschnitt (z.B. Eigenkompostierung, Mulchen, Biotonne etc.) gibt es unter www.umweltprofis.at/stadt-wels oder am Misttelefon unter Tel. +43 7242 540 60.

Textquelle: Stadt Wels