Licht und Schatten bei der Kriminalitätsstatistik 2020

Viele positive, aber auch einige weniger erfreuliche Ergebnisse zeigt die Kriminalitätsstatistik des Jahres 2020 für die Stadt Wels. Insgesamt sank die Zahl der angezeigten Fälle von 2019 auf 2020 von 5.055 auf 4.674. Besonders erfreulich ist, dass es erneut zu einer Steigerung bei der Aufklärungsquote um rund vier Prozent – auf nunmehr 65,8 Prozent – gekommen ist.

Rückläufig waren im Vorjahr unter anderem Diebstähle (von 956 auf 758 Fälle), Sachbeschädigungen (von 571 auf 502 Fälle), Körperverletzungen (von 464 auf 414 Fälle), Raufhandel (von 24 auf sieben Fälle) sowie Sexualdelikte (von 73 auf 46 Fälle). Einen Rückgang gab auch es bei Wohnungs- und Firmeneinbrüchen (von 134 auf 77 Fälle). Bei Einbrüchen in Häuser gab es – entgegen dem positiven Gesamttrend – eine Steigerung von 18 auf 31 Fälle. Hier gilt es laut Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß, durch verstärkte Streifentätigkeit – insbesondere Fußstreifen – und Präventionsmaßnahmen entgegen zu wirken.

Annähernd gleich blieben die Anzeigen im Bereich des Suchtmittelgesetzes: 569 Delikten von 2019 stehen 571 von 2020 gegenüber.

Eine Steigerung gab es im Bereich Betrug: Vor allem der Internetbetrug ließ die Zahlen in diesem Segment von 394 im Jahr 2019 auf 495 im Jahr 2020 ansteigen. „Leider werden die Betrugsmaschen im Internet immer professioneller. Gerade bei verlockenden Preisangeboten sollte man deshalb im Internet besonders vorsichtig sein“, rät Kroiß, der abschließend festhält: „Die hohe Aufklärungsquote zeigt, wie gut und professionell die Welser Polizei ihre Arbeit verrichtet – vielen Dank an dieser Stelle für ihren Einsatz. Denn erschreckend ist für mich, dass die Gewalt gegen Polizeibeamte von 16 auf 21 Fälle gestiegen ist. Dies ist unter keinen Umständen zu tolerieren und muss mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden.“

„Leider bestätigt sich unsere langjährige Forderung in diesem Bereich: Die weiterhin sehr hohe Anzahl an Drogendelikten zeigt, dass eine eigene Drogen-Task-Force beim Stadtpolizeikommando mit ausreichendem Personal dringend notwendig ist“, so  Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Kroiß.

Textquelle: Stadt Wels