Wels startet Projekt „Wir sind Noitzmühle“

In den vergangenen Jahren wurden in Wels bereits einige Projekte zur Verbesserung der Wohnsituation in den Stadtteilen ins Leben gerufen. Bereits jetzt gibt es Einzugsbegleitung, Siedlungsfeste, Mediation und Abfallsammelaktionen, um das Zusammenleben zu erleichtern. Trotzdem kommt es immer noch vermehrt zu Beschwerden aufgrund von Lärm, Verschmutzung oder Verhalten, das auf unterschiedliche Lebensstile zurückzuführen ist.

Unter Federführung der Stadt Wels wurde daher erstmalig ein Nachbarschafts-/Siedlungsprojekt ins Leben gerufen, welches auch direkte Ansprechpartner im Wohngebiet vorsieht. Je nach Anliegen werden die Nachbarschaftssprecher mit Sozialarbeitern und Mediatoren von Wohnen im Dialog (WID) der Volkshilfe, den zuständigen Mitarbeitern der Stadt Wels oder der Welser Heimstätte Kontakt aufnehmen, vermitteln und versuchen eine Lösung für alle Beteiligten zu finden.

Die Nachbarschaftssprechern

Vor Ort sind Brigitte Lindlbauer, Monika Flohr und Johann Scherzer. Sie leben seit Jahrzehnten in der Noitzmühle und kennen dort sprichwörtlich jede Ecke in- und auswendig. Sie wissen genau, was in „ihrem“ Stadtteil gut läuft, und wo Verbesserungen notwendig sind. Erreichbar sind die drei Nachbarschaftssprecher unter brigitte.lindlbauer@gmx.at, monika.flohr@liwest.at beziehungsweise johann.scherzer@liwest.at jeweils per E-Mail.

Ziel des Pilotprojektes „Wir sind Noitzmühle“ ist es, die Wohnqualität zu steigern und das soziale Klima im Wohngebiet zu verbessern und zu stärken. Es geht um die Sensibilisierung der Bewohner für ein gutes Miteinander und um Respekt und Toleranz seinen Nachbarn gegenüber.

Vzbgm. Gerhard Kroiß und Vzbgm. Christa Raggl-Mühlberger stehen vor Hochhäusern in der Noitzmühle

Integrationsreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß: „Durch die Unterstützung aller Projektbeteiligten können in vielen Bereichen mögliche Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden. Ich bin froh, dass sich drei Noitzmühler Persönlichkeiten an dieser Initiative für ein besseres Miteinander beteiligen!“

Wohnungsreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger: „Bei neuen Mietern, denen die Abfallräume und die entsprechende Trennung, die Hausordnung sowie die Gegebenheiten im Haus, der Garage oder in der Waschküche nicht geläufig sind, bewährt sich seit längerem die Einzugsbegleitung. Eine wichtige Unterstützung kommt nun von drei engagierten Bürgern, die die Noitzmühle seit Jahrzehnten als Bewohner kennen. Danke dafür!“

Die beiden Referenten stehen gemeinsam mit den Nachbarschaftssprechern und den Mitarbeitern von Wohnen im Dialog und der Welser Heimstätte auf einer Wiese

Bildtext:( V.r.n.l.) Vzbgm. Gerhard Kroiß, Nachbarschaftssprecher: Brigitte Lindlbauer, Monika Flohr, Johann Scherzer, Bernd Kaiser und Christian Fila (Welser Heimstätte), Volker Atteneder (Wohnen im Dialog, Volkshilfe) 

Text und Bildquelle: Stadt Wels