Raser aufgepasst – ab jetzt wird es teuer!

Ab Mittwoch, 1. September tritt der neue Strafenkatalog für Raserei bundesweit in Kraft. Darin wird der Strafrahmen für Geschwindigkeitsübertretungen von 2.180 auf 5.000 Euro erhöht. Gleichzeitig kommt es zu einer Verdoppelung der Mindestentzugsdauer bei Raserei. Die Teilnahme an illegalen Straßenrennen gilt zukünftig als „besonders gefährliches Delikt“, was den Entzug der Lenkberechtigung für ein halbes Jahr zur Folge hat.

Der Welser Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß zeigt sich über das Inkrafttreten erfreut. Damit werde seine langjährige Forderung nach strengem Vorgehen gegen Raserei größtenteils erfüllt. Einen wesentlichen Punkt vermisst der Welser Sicherheitsreferent jedoch bei den neuen Regelungen: „Entgegen den ursprünglichen Ankündigungen der Bundesregierung fehlt der Polizei leider auch weiterhin die Möglichkeit, Rasern im Extremfall das Auto wegnehmen zu können. Hier ist die Bundesregierung gefordert, rasch die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.“

Nach wie vor sind laut Kroiß Beschwerden über Raserei an der Tagesordnung. Für viele sei es unverständlich, dass derzeit nur der Griff in die Geldbörse und der zeitweilige Führerscheinentzug bei Rasern als Strafe vorgesehen sind, und die schmerzhafteste Strafe – die Wegnahme des geliebten Boliden – trotz Ankündigung der Bundesregierung weiterhin nicht möglich ist.

Mit dem Inkrafttreten der strengeren Strafen hofft Sicherheitsreferent Kroiß, dass die Polizei die Kontrolltätigkeit im Welser Stadtgebiet weiter verstärkt – und damit unbelehrbare Verkehrsrowdies zur Vernunft gebracht werden können.

Textquelle: Stadt Wels