Wels startet Pilotprojekt zur Sprachförderung

Die seit rund eineinhalb Jahren vorherrschende Corona-Pandemie hat aufgrund der fehlenden Präsenzzeiten die Sprachdefizite in Welser Kindergärten und Pflichtschulen noch weiter verschärft. Im vergangenen Kindergartenjahr benötigten 72 Prozent der Kinder eine Sprachförderung. Dafür sind aktuell 42 Sprachpädagogen in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen im Einsatz.

Um die Sprachdefizite der Kinder zielgerecht zu reduzieren, startet Wels rechtzeitig zu Beginn des neuen Kindergartenjahres in zwei städtischen Kindergärten ein Pilotprojekt: Dabei handelt es sich um die Verwendung eines Förderkonzeptes zum kindgerechten Erlernen der deutschen Sprache. Die „Wort & Laut Detektive“, so der Name des Projektes, bestehen aus vielen Modulen, die die Sprachpädagogen verwenden können. Das von der Stadt Wels angekaufte Unterrichtsmaterial besteht beispielsweise aus einer Spielebox, mit der der Wortschatz kinderleicht erweitert werden kann. Ohne zeitraubende und komplizierte Vorbereitung können dabei spielerische Sequenzen der Wortschatzerweiterung, Lautanalyse und Satzbildung geübt werden. Ergänzt wird das Material unter anderem um begehbare Lernmatten, mit denen die deutsche Sprache mit allen Sinnen verbessert werden kann. Die Arbeitsmaterialien sind erweiterbar und stehen in Kürze zum Teil auch online zur Verfügung.

Generationen-Stadträtin Margarete Josseck-Herdt: „Der Sprachgipfel im Juni wurde nicht nur auf der Greif-Bühne, sondern auch hinter den Kulissen zum Gedankenaustausch der Sprachpädagogen genutzt. Mit diesem Pilotprojekt kommen wir dem dabei geäußerten Wunsch nach zusätzlichem Unterstützungsmaterial nach. Zusätzlich zur Sprachförderung bleibt die Forderung der Stadt Wels nach einem zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr aufrecht.“

Bildtext: Das Pilotprojekt 

Text- und Bildquelle: Stadt Wels